Wettbewerb KWK-Modellkommune: Sechs Kommunen wurden vom Land als Pilotkommunen ausgesucht – Much schaffte es bis in die Finalrunde

Bad Laasphe, Iserlohn, Krefeld, Ostbevern/Telgte, Saerbeck sowie die Projektgruppe aus den Städten Remscheid, Solingen, Wuppertal sind die Gewinner des Wettbewerbs “KWK-Modellkommune”, den NRW-Umweltminister Johannes Remmel Ende 2012 ausgerufen hatte, um den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Nordrhein-Westfalen voranzutreiben. 51 Kommunen hatten 48 Projektvorschläge eingereicht, 21 vielversprechende Konzepte wurden für die Finalrunde des Wettbewerbs ausgewählt.

Much hatte sich mit einem Blockheizkraftwerk inklusive Nahwärmeversorgung beworben und es bis in die Endrunde geschafft. Im Fokus der Betrachtung stand der Hauptort Much mit den Quartieren Schulstraße, Klosterstraße und Hauptstraße. Insgesamt wurden 4 Ausbaustufen entwickelt. Zur Bewertung des erarbeiteten Feinkonzeptes wurden sowohl betriebswirtschaftliche als auch ökologische Aspekte untersucht. Die Kosten für die Erstellung des Feinkonzeptes (18.088,00 Euro) wurden zu 90 % vom Land gefördert. Damit verblieb bei der Gemeinde nur ein Eigenanteil von 1.809,00 Euro.

Eine Jury hat aus den vom Land geförderten und von den Kommunen vorgelegten 21 Feinkonzepten diejenigen ausgewählt, die neben einem hohen Innovationsgrad besonderen Modellcharakter haben und im Sinne einer Blaupause auf andere Kommunen übertragbar sind. Insgesamt befinden sich alle Projektvorschläge mit Blick auf die Hebung von noch nicht erschlossenen KWK-Potenzialen auf einem hohen Niveau. Das Umweltministerium folgt deshalb der Empfehlung des Gutachtergremiums und verleiht nicht wie angekündigt vier, sondern sechs Kommunen den Status “KWK-Modellkommune”. Der komplette Förderrahmen von 20 Millionen Euro für die erfolgreichen Konzepte wird damit ausgeschöpft. Auch mit den Kommunen, die nicht unter den neuen sechs KWK-Modellkommunen sind, wird das Umweltministerium deshalb Gespräche über die anderweitige Realisierung ihrer KWK-Projekte führen.

Zur weiteren Unterstützung hat das Umweltministerium die “KWK-Leitstelle” eingerichtet, die gemeinsam von der EnergieAgentur.NRW und dem Projektträger ETN getragen wird. Die Leitstelle wird – neben der fachlichen und fördertechnischen Begleitung und Beratung – Kontakte zur Branche vermitteln und auch die aus dem Wettbewerb ausgeschiedenen Kommunen bei der Weiterentwicklung ihrer Vorhaben beraten. Der Projektträger bestärkt die Gemeinde Much, die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung voranzutreiben.

Dieser Ansatz ist auf jeden Fall weiter zu verfolgen, da das Feinkonzept für Wärmeerzeugung und -verteilung in allen Ausbaustufen eine Wirtschaftlichkeit ausweist. Das Feinkonzept kann auf der Internetseite der Gemeinde Much – www.much.de – unter der Rubrik Wirtschaft/Feinkonzept KWK-Modellkommune eingesehen werden. Nach den Sommerferien werden die weiteren Schritte in den politischen Gremien beraten.

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