Jürgen Buchholz, Inklusionsbeauftragter

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

seit meiner Amtseinführung als ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Gemeinde Much im November 2010 kann ich auf ereignisreiche und sehr vielseitige vier Jahre zurückblicken. So erreichten mich bis heute über 130 Anfragen von ratsuchenden Bürgerinnen und Bürgern. An insgesamt 40 Baugenehmigungsverfahren (bei öffentlich zugänglichen baulichen Anlagen nach §55 BauO NRW) in der Gemeinde wurde ich beteiligt und habe entsprechende Stellungnahmen zur Barrierefreiheit abgegeben. Regelmäßige Teilnahmen an Rats – und Ausschuss-Sitzungen, in denen ich satzungsgemäß beratendes Mitglied bin, gehörten genauso dazu, wie die an verBuchholzschiedenen Arbeitskreisen und letztendlich an vielen Veranstaltungen in Much und in der Region. Auch wenn ich parteipolitisch und konfessionell ungebunden und kein hauptamtlicher Verwaltungsmitarbeiter bin, habe ich von Politik, Verwaltung und Organisationen immer sehr viel Gehör erfahren, wenn es um die Belange von Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderung, sowie um Barrierefreiheit ging.

In der ersten Ratssitzung am 02. Juli 2014 wurde ich von den neuen Gemeindevertreterinnen und -vertretern einstimmig für die kommende Wahlperiode wiedergewählt. Um das breite Spektrum meiner bisherigen Arbeit besser wieder zu spiegeln, wurde auf Antrag der CDU-Much – in Absprache mit den anderen Ratsfraktionen und mir – das Amt in „Beauftragter für Inklusion“ (Inklusionsbeauftragter) umbenannt.

INKLUSION (lateinisch „Enthaltensein“ bzw. „dabei sein“) bedeutet, dass jeder Mensch die Möglichkeit erhält, sich vollständig, gleichberechtigt und selbstbestimmt an allen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen – und zwar von Anfang an und unabhängig von seinen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter.

Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung von Inklusion ist eine barrierefreie Umwelt! Mit dieser Vorgabe wird in der Gemeinde Much seit einigen Jahren Schritt für Schritt an der Umsetzung zu einer „inklusiven Gemeinde“, also an einem „Much für Alle“, gearbeitet. Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder befinden sich in Planung, so die Einrichtung einer Gesamtschule mit inklusivem Konzept (gemeinsames Lernen), der barrierefreie Ausbau der Bushaltstellen im Gemeindegebiet, Bordsteinabsenkungen, der barrierefreie Zugang des Schulzentrums, zu Dienstleistern und Freizeitangeboten, um nur einige Beispiele zu nennen.

Es gibt aber noch sehr viel zu tun! Die Umsetzung von Inklusion, der demografische Wandel und die Schaffung einer barrierefreien Umwelt werden in den kommenden Jahren in einem besonderen Fokus stehen.

„Zukunftsteam Inklusion“

Inklusion ist eine große Zukunftsvision, die man alleine nicht verwirklichen kann. Deshalb suche ich nach Mitstreiterinnen und Mitstreitern, die in der Gemeinde Much gerne etwas bewegen möchten und mit mir gemeinsam Ideen und Lösungsvorschläge entwickeln.

Bei Interesse nehmen Sie mit mir Kontakt auf: Jürgen Buchholz, Inklusionsbeauftragter der Gemeinde Much, Tel. 02245-600845, Email inklusionsbeauftragter@much.de

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