Fusion zwischen Raiffeisenbanken wird nicht weiter verfolgt!

Vorstände und Aufsichtsräte der Raiffeisenbanken Much-Ruppichteroth und Sankt Augustin erklären Fusionsgespräche für beendetUnbenannt

Am 8. Juli 2015 haben die Vorstände beider Raiffeisenbanken gemeinsam entschieden, dass die Fusionsgespräche zwischen den Häusern nicht weiter verfolgt werden. Diese Entscheidung wird von den Aufsichtsräten mitgetragen.
Die Gespräche wurden im Herbst 2014 aufgenommen. Hintergrund waren die Niedrigzinsphase, fortlaufend neue gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen, der demographische Wandel und nachhaltige Veränderungen im Kundenverhalten.
Nach Ende der Vorbereitungsphase sind die beiden Raiffeisenbanken im  Juni 2015 in die Projektarbeit zur konkreten Umsetzung der Fusion eingestiegen. Hier hat sich gezeigt, dass die kulturellen und geschäftspolitischen Unterschiede beider Häuser so gravierend sind, dass eine Fortführung der Projektarbeit nur wenig Aussicht auf Erfolg geboten hätte.
„Auf für die Zukunft wichtige strategische Leitplanken, konnten wir uns vorstandsseitig nicht absolut und uneingeschränkt verständigen“, erläuterte Ralf Löbach, Vorstand Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth.
Sein Kollege Karl-Josef Schmitz, Vorstand in der Raiffeisenbank Sankt Augustin, ergänzte: „Dies ist aber unersetzliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Projektarbeit.“ So sei die Auffassung beider Häuser in der Filialstrategie zu unterschiedlich. So stünde der Aufwand, die einerseits dezentral, andererseits zentral organisierten Geschäftsprozesse zu vereinheitlichen, auch in einer fusionierten Bank in keinem Verhältnis zu den gewonnenen Vorteilen. Daher haben die Vorstände entschieden, gar nicht erst in die Projektarbeit einzusteigen. Zu sehr wären die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belastet worden, ohne dass ein Erfolg sicher gewesen wäre.
Allerdings habe sich die Ausgangslage für beide Häuser nicht geändert. Antworten auf die Herausforderungen  von Markt und Regulatorik müssten weiterhin gefunden werden. Nunmehr müssen beide Häuser unabhängig voneinander Antworten auf die offenen Fragen finden.

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