Flüchtlingssituation in der Gemeinde Much

Wir sehen und lesen tagtäglich in den Medien die Berichte über die große Anzahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen. Dielogomuch Unterbringung, Versorgung und Integration ist eine gesamtstaatliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dies haben Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der 359 Mitgliedskommunen des Städte- und Gemeindebundes NRW in einer Sonderbürgermeisterkonferenz in Düsseldorf deutlich gemacht. Die Länder haben keine Raumkapazitäten mehr, um die Flüchtlinge in Landeseinrichtungen unterzubringen. Die größeren Kommunen in NRW sind vom Land im Rahmen der Amtshilfe gebeten worden, Notaufnahmeeinrichtungen zu schaffen. In der Regel geschieht dies durch die Nutzung von kommunalen Turnhallen. Der Rat der Gemeinde Much hat am 18.03.2015 einstimmig beschlossen, bei der Wohnraumbeschaffung für Flüchtlinge 10 qm pro Person incl. Gemeinschaftsräume bereitzustellen und maximal 20 Personen in einer Einrichtung unterzubringen. Weiterhin wurde beschlossen, pro 100 Flüchtlinge einen Hausmeister und eine Sozialarbeiterstelle befristet einzurichten. In der Gemeinde Much stellt sich die Situation zurzeit wie folgt dar. Bisher wurden der Gemeinde Much 150 Flüchtlinge zugewiesen. Die Asylsuchenden kommen aus 22 unterschiedlichen Ländern und wohnen in angemieteten Häusern in den Ortschaften Much Ort, Marienfeld, Wellerscheid, Kranüchel, Kreuzkapelle, Wohlfarth, Birrenbachshöhe, Henningen, Scheid und Niederheiden. Dank der Unterstützung der Immobilienbesitzer ist es bisher gelungen, keine größeren Sammelunterkünfte zu errichten. Wir gehen davon    aus, dass mittelfristig 450 Flüchtlinge in Much leben werden. Hierfür ist es dringend erforderlich, weiteren Wohnraum zu schaffen, um nicht auch als letztes Mittel Turnhallen, wie in anderen Kommunen geschehen, zu belegen. Als Flächengemeinde können wir das gemeinsam schaffen. Aufgrund der demografischen Entwicklung gibt es Leerstand von Wohnraum fast in jeder Ortschaft. Wenn alle Ortschaften in der Gemeinde eine Wohnung zur Verfügung stellen, können wir diesen Kraftakt stemmen. Ich darf Sie daher bitten, uns auch weiterhin zu unterstützen. Benötigt werden weiterhin ganz dringend Wohnungen, frei stehende Häuser sowie Lagerräume für Hausrat, Fahrräder,etc. Ansprechpartner im Rathaus sind Herr Stefan Mauermann, Tel. 02245-6821, Email: stefan.mauermann@much.de  und Frau Gaby Göbel, Tel. 02245-6824, Email: gaby.goebel@much.de. Der Verwaltungsvorstand (Bürgermeister, Beigeordneter, Kämmerer) und die Fachbereichsleitung besprechen jeden Montagvormittag die Situation. Die Mitarbeiter/innen der Gemeindeverwaltung arbeiten bis an die Belastungsgrenze, um den Anforderungen gerecht zu werden. Es kann daher in den nächsten Monaten zu längeren Bearbeitungszeiten im Rathaus kommen. Ich bitte um Verständis dafür, dass wir Prioritäten setzen müssen. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie mich auch gerne persönlich ansprechen, Tel. 02245-6818. Ein großer Dank gilt den vielen zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Namentlich seien hier die Flüchtlingshilfe, die Tafel, die Kleiderstube und alle Bürgerinnen und Bürger erwähnt, die spontan helfen, z.B. durch Fahrdienste, Sachspenden und die positive Willkommenskultur. Ich baue auf Ihre Unterstützung und bedanke mich recht herzlich im Namen der Flüchtlinge und meiner Mitarbeiter/innen.

Bürgermeister Norbert Büscher

FacebookmailFacebookmail