DSCHIHAD One-Way

Ein Theaterstück des jungen Theaters Hof an der Gesamtschule Much
Es geht um Lukas D., einen ganz normalen Jugendlichen, der sich auf einmal verändert hat und dann weg ist – ausgereist nach Syrien, um IS-Kämpfer zu werden. In seinem Heimatort findet dazu nun eine Pressekonferenz statt, in der viele Personen und Institutionen zu Wort kommen. Da ist ein Vertreter der Polizei, der Bürgermeister, ein Streetworker, eine Dame vom Verfassungsschutz und vor allen Dingen Lukas Vater. Alle sind fassungslos und hilflos, sie versuchen zu verstehen, finden keine Antworten und flüchten sich bis auf den Vater in Klischees und Worthülsen.
Kommt Lukas zurück? Am Ende heißt es zwar „happy end“, Lukas ist wieder in Deutschland und wird hier von den Sicherheitsbehörden in Empfang genommen. Ob das stimmt oder nur die Wunschvorstellung des Vaters ist, bleibt jedoch offen.


Diese Geschichte wurde am 05.04.2017 von dem „Jungen Theater Hof“ an der Gesamtschule Much auf die Bühne gebracht. Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 hatten die Gelegenheit diese Aufführung zu besuchen. Sie waren gut auf das schwierige Thema „Salafismus bei Jugendlichen“ vorbereitet, weil bereits in der Woche davor eine Einführungsveranstaltung mit Theaterpädagogen stattgefunden hatte.
So herrschte jetzt bei der Aufführung auch gespannte Ruhe und man merkte, wie sehr die Thematik die Jugendlichen berührte, auch wenn sie selbst in ihrem Umfeld noch keine Erfahrung mit Salafisten gemacht haben.
Zu verdanken war dies sicherlich dem intensiven Spiel von Alexander Wipprecht, der als einziger Schauspieler sämtliche Rollen verkörperte und dazu noch nicht einmal auf Requisiten zurückgreifen musste.

Eine sehr gelungene Aufführung, die als Präventionsmaßnahme des Landes NRW genau passend für Jugendliche ist.
Andrea Friedrich, Schulleiterin

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