Breitbandausbau in Much in den Startlöchern

In der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus berichtete die Breitbandkoordinatorin des Rhein-Sieg-Kreises über das Förderverfahren zum Breitbandausbau im Rhein-Sieg-Kreis. Das bereits seit zwei Jahren laufende Verfahren hat sich im Jahre 2017 noch einmal verzögert, weil der Bund neben dem Ausbau sogenannter „weißer Flecken“ zusätzlich Glasfaseranschlüsse für Schulen in die Förderung mit aufgenommenen hat. Diese Chance wollte man auf Seiten des Rhein-Sieg-Kreises nicht ungenutzt lassen, was dazu führte, dass im Rahmen des laufenden Verfahrens eine weitere Ausschreibung von Nöten war. Das wiederum sorgte für eine zeitliche Verzögerung des Gesamtverfahrens. Nunmehr wartet man auf ein positives Signal des Fördermittelgebers, damit es endlich losgehen kann. Wie wichtig der Ausbau für die Kommunen des östlichen Rhein-Sieg-Kreis ist, zeigen die täglichen Unmutsbekundungen, die täglich an die Kommunen herangetragen werden. Die Gemeinde Much ist aufgrund eines früheren Förderverfahrens in zwei Ausbaulose aufgeteilt. Die Liste mit den auszubauenden Orten werden wir in den nächsten Tagen auf der Mucher Homepage veröffentlichen. Es gibt hier noch Abstimmungsbedarf mit dem Kreis. Aufgrund der veröffentlichen Liste auf much-heute.de hatte es besorgte Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern im Rathaus gegeben, ihr Ort wäre nicht mit dabei. Der Rhein-Sieg-Kreis hat in der Liste nur die Ortschaften mit den auszubauenden Kabelverzweigern (graue Kästen) aufgeführt. Oftmals hängen aber noch weitere Ortschaften an dem Kabelverzweiger,  die nicht aufgeführt sind aber dennoch ausgebaut werden.

Gemeinde Much ist selber auch aktiv

In einem weiteren Tagesordnungspunkt berichtet der Beigeordnete der Gemeinde Much, Karsten Schäfer, über die von der Verwaltung vorangetriebenen glasfaserbasierten Ausbauvorhaben. Dort, wo das Förderverfahren des Bundes nicht greift, hat die Gemeinde Much im Zuge von Kanal- und Straßenbauarbeiten Glasfaserleerrohre, welche auf der Grundlage eines eigens dafür erstellten FTTH-Masterplans (Fiber tot he Home) für das Gemeindegebiet Much basieren, mitverlegen lassen. Damit kommt man den Zielen der von der Bundesregierung angekündigten Gigabit-Strategie weitaus näher, als mit der derzeit angewandten Vectoring-Technik, so der Beigeordnete.

Vielmehr noch als die privaten Haushalte seien die Mucher Unternehmen in den Gewerbegebieten auf eine zukunftsfähige und gigabitfähige Breitbandinfrastruktur angewiesen, was die Verwaltung dazu veranlasse, neben dem seit kurzem mit Glasfaserleerrohren ausgebauten interkommunalen Gewerbegebiet Bövingen (neuer Teil), auch das interkommunale Gewerbegebiet Bitzen sowie das Gewerbegebiet Bövingen (alter Teil) mit einer glasfaserfähigen Infrastruktur auszubauen. „Wenn man bedenkt, dass lediglich ein Drittel aller Kölner Gewerbebetriebe einen Glasfaseranschluss haben, dann ist man zukünftig in Much hervorragend aufgestellt und könne damit eine Vorreiterrolle im Kreisgebiet einnehmen“, so Schäfer. Der Wirtschaftsförderungsausschuss hat dem Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Much einstimmig empfohlen, dem Vorschlag der Verwaltung, die Mucher Gewerbegebiete entsprechend auszubauen, zu folgen.

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