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Okt 09 2017

20 Jahre Hausnotruf bei den Johannitern – Einsätze per Knopfdruck seit 1997

Im Oktober feiert der Haunotruf der Johanniter vom Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen Geburtstag: Seit 20 Jahren besteht das Angebot, das Senioren Sicherheit bietet und im Notfall für Hilfe sorgt. Dabei hat sich eins nicht verändert - die Grundidee. Durch einen kleinen Funksender, den der Kunde am Handgelenk oder um den Hals trägt, kann im Notfall die Johanniter-Hausnotrufzentrale alarmiert werden.

Johanniter begrüßen 3 600. Teilnehmerin aus Bonn

Eine der ersten Hausnotrufteilnehmerinnen des Regionalverbands im Jahr 1997 aus Sankt Augustin.

Zum 20-jährigen Jubiläum begrüßte das Hausnotrufteam eine ganz besondere Seniorin: Adele Bezdiak aus Bonn wurde Jubiläumskundin. Das nahmen Abteilungsleiterin Heike Nolden und Mitarbeiterin Sarah Dreilich zum Anlass, sie persönlich zu begrüßen und ihr einen Blumenstrauß und ein kleines Präsent zu überreichen. „Als unsere 3 600. Kundin in unserem Jubiläumsjahr wünschen wir Johanniter Ihnen und allen anderen Teilnehmern, dass Sie noch lange ein eigenständiges und vor allem gesundes Leben führen können“, so Heike Nolden. Die 82-jährig gebürtige Kölnerin, die seit 30 Jahren in Bonn lebt, freute sich über den Besuch und war gerührt: „Ich lebe allein und bin schon einmal gestürzt. Bis ich mich wieder aufrichten konnte, war einige Zeit vergangen, das war schrecklich. Mit dem Notrufknopf am Arm kann ich mich nun bemerkbar machen, wenn mal was ist. Damit fühle ich mich ein Stück sicherer in meiner Wohnung.“

1997 startete der Regionalverband mit dem Sozialen Dienst „Hausnotruf“. Damals war noch nicht klar, wie schnell sich das Angebot in den nächsten Jahren weiterentwickeln würde. Auch wenn mit der Zeit neuere Geräte und Sender auf den Markt kamen, hat sich das Grundprinzip nicht geändert: Den Hausnotruf nutzen immer mehr alleinlebende Menschen, um im Notfall schnell Sprechkontakt aufbauen zu können. Ein geschulter Mitarbeiter der Johanniter informiert je nach Einsatzfall einen Angehörigen, die Rufbereitschaft oder den Rettungsdienst. Ein großer Vorteil für die Teilnehmer: Die Johanniter-Notrufzentrale ist jeden Tag des Jahres 24 Stunden lang besetzt.

Aktuelle Entwicklung im Johanniter-Hausnotruf des Regionalverbands

„Heute betreuen wir von unserer Zentrale in Sankt Augustin aus mehr als 3.600 Kunden im gesamten Verbandsgebiet“, erklärt Heike Nolden, Abteilungsleiterin Hausnotruf/Menüservice. Der Jüngste von ihnen ist 17, der Älteste 105 Jahre alt und acht Senioren haben schon ihren 100. Geburtstag gefeiert. Die entferntesten Kunden wohnen in Kall in der Eifel und im Windeck im Rhein-Sieg-Kreis. „Allein im letzten Jahr hatten wir 2.354 Einsätze und fuhren mit mehr als 150.000 Kilometer quasi viermal um die Welt, um zu helfen.“ Um auf die

26. September 2017

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steigende Nachfrage zu reagieren und noch schneller vor Ort zu sein, richteten die Johanniter im letzten Jahr neben der bestehenden Dienststelle in Sankt Augustin zwei neue Rufbereitschaftsstandorte in Bonn und Meckenheim ein.

Viele Mitarbeiter vom Johanniter-Hausnotruf sind seit vielen Jahren dabei. So wie Hausnotruf-Leiterin Melanie Möchel, die seit 17 Jahren ihre Kunden betreut und die meisten persönlich kennt: „Uns ist wichtig, dass es im Hausnotruf nicht nur um den Einsatz von Technik geht, sondern dass wir auch stets die Menschen im Blick behalten.“ Und Abteilungsleiterin Heike Nolden ergänzt: „Ob beim regelmäßigen Gerätecheck, bei einer Beratung oder beim Batteriewechsel - wir halten Kontakt. So bekommen wir mit, wie es den Menschen geht. Wir entwickeln über viele Jahre hinweg eine persönliche Bindung zu unseren Teilnehmern. Dadurch können wir Hilfe anbieten, wenn wir gebraucht werden.“

Auch Johanniter-Regionalvorstand Marius Mainzer sieht die positive Entwicklung des Hausnotrufs: „Ob durch technische Neuerungen oder weitere Serviceleistungen - wir werden den Hausnotruf in den nächsten Jahren stetig weiter entwickeln. Er schafft Sicherheit für Senioren und ihre Angehörigen.“ Mainzer lobte die Mitarbeiter zum 20-jährigen Bestehen: „Durch Ihr tägliches Engagement ermöglichen Sie es älteren Menschen, ihren Alltag mit einem guten Gefühl von Sicherheit selbstständig zu meistern. Sie alle sorgen mit Ihren Einsätzen für schnelle Unterstützung im Notfall, damit niemand alleine bleibt.“

Zu den diesjährigen „Sicherheitswochen“ können Interessenten den Hausnotruf noch bis zum 31. Oktober 2017 kostenlos testen. Informationen dazu unter: 0800 – 3233 800.

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